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... für Schüler, Eltern und Lehrer 

Das Wissen vom Lernen

In dieser interessanten Dokumentation bekommt man einen Überblick über den aktuellen Wissensstand der Lernforschung und die Versuche, die unternommen werden, um dieses Wissen in den Schulalltag zu integrieren.
Zu Wort kommen u.a. Manfred Spitzer, Neurologe aus Ulm und Gründer des "Transferzentrums für Lernen" und Reinhard Kahl, der schon einige sehenswerte Filme zum Thema "Schulen die gelingen" gedreht hat.

Anmerkung:
Vieles, was die Hinrforschung in letzter Zeit über das Wie und Warum (oder Warum nicht) des Lernens herausgefunden hat, ist schon lange bekannt. Es bekommt jetzt lediglich eine wissenschaftliche Absicherung (d.h. Lernerfolg oder -mißerfolg ist nun neurologisch meßbar und der Lernvorgang kann sogar live im Gehirn beobachtet werden!).
Quellen für dieses eigentlich "alte" Wissen sind z.B. bei Maria Montessori, Alfred Binet, Albert Bandura, Frederic Vester, Carl Rogers, John Holt, und Vera F. Birkenbihl (und auch oft: der gesunde Menschenverstand)

Die weiteren Teile der Dokumentationfinden finden Sie unten angehängt!
Annegret Krüppel

 

 

 

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Summatives Testen und seine Kosten

Im folgenden möchte ich eine Textpassage aus einem Fachartikel von Frank ACHTENHAGEN zitieren:

(Die Hervorhebungen im Text stammen von mir!)

Snap_2010

aus: ACHTENHAGEN, Frank (2003): Lerntheorien und Medieneinsatz: Bedingungen und Möglichkeiten einer Steigerung des Lernerfolgs; in: KEIL-SLAWIK, R. (Hrsg.): Wirkungen und Wirksamkeit neuer Medien in der Bildung; Waxman-Verlag, Münster; S.85-113

Wie lange wollen (und können) wir uns ein solches Notensystem noch leisten? Wann werden die Verantwortlichen des Bildungssystems endlich wach? Was meinen Sie?

Annegret Krüppel

 

 

 

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Stell dir vor ...

„Stell dir vor, ….“

…  ist die Fantasie-Welt der Kinder. Hier passieren die verrücktesten Dinge.

Kinder „werden“ zu dem was sie sich vorstellen – es wird zu ihrer Realität.

Stellen Sie sich vor, ... Sie würden dieses Spiel zusammen mit Kindern spielen - zu Hause oder im Unterricht!

Stellen Sie sich vor, ... Sie würden dieses Spiel zu Beginn eines neuen Schulfachs einsetzten!

Wie könnte das gehen und was würde es bewirken?

Beispiel: Physik

Hängen Sie Bilder von Einstein und anderen Wissenschaftlern auf. Legen Sie Perücken, weiße Labor-Kittel , Brillen, Bärte, Krawatten und Fliegen usw. bereit. Statten Sie die Kinder mit Utensilien aus wie Lupen, (natürlich keine teuren) Mikroskope, Plastik-Becher, Strohhalme, Kreide, Notizblock, Zeigestock usw. Stellen Sie sich gemeinsam vor, wie ein „richtiger“ Wissenschaftler und sein Labor auszusehen haben. Bereiten Sie ungefährliche Versuche vor (wenn Ihnen die Ideen fehlen, surfen Sie im Internet mit Suchworten wie: Kinder-ungefährliche-Experimente). Nehmen Sie sich in dieser entspannten Atmosphäre die Zeit und diskutieren Sie mit den Kindern einfache wissenschaftliche Konzepte und Ideen. Auf diese Art erhalten die Kinder einen spielerischen Einstieg in das Fach und seine spezielle wissenschaftliche Sprache. Und lassen Sie sich auch auf die Ideen und Vorschläge der Kinder ein. Seien Sie gespannt, wohin Sie die Reise führt!

Können Sie sich das vorstellen?

Und können Sie sich vorstellen, welchen Einfluss dieser Einstieg auf die Einstellung der Kinder zu diesem Fach haben wird?

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Stressabbau: Übung für einen gelasseneren Umgang mit Kindern

Wenn wir ein neues Verhalten lernen wollen, z.B. Malen, Tennis, Klavier, ist tägliche praktische Übung unerlässlich.

Wie wäre es, wenn Sie heute einmal Ihre Fertigkeit trainieren, stressfreier mit Kindern umzugehen?

Trainingsschritte:

1.      Stellen Sie sich vor, Ihr Kind oder Schüler tut etwas, was Sie für falsch halten

2.      Nehmen Sie nun wahr, welche Gefühle sich in Ihrem Innern aufbauen: Ärger, Wut, Stress, …

3.      Stellen Sie sich nun vor, es wäre heute Ihr erster Tag auf dieser Welt und Sie hätten keine Ahnung, dass das Verhalten des Kindes „falsch“ ist und dass Sie mit Unmut darauf reagieren müssen

4.      Wählen Sie jetzt bewusst eine friedvollere Reaktion aus Ihrem Verhaltens-Repertoire und blenden Sie die „Ärger-Reaktion“ langsam aus Ihrem Bewusstsein aus. Sagen Sie zu sich selbst: Ich bin frei – ich habe die Wahl anders zu reagieren (oder auch nicht!), nämlich  ….

Spielen Sie dieses Gedanken-Spiel regelmäßig und beginnen Sie mit einfachen Ärger-Situationen. Steigern Sie das Ärger-Level dann langsam bis zu vermeintlich unerträglichen Situationen. Mit zunehmender Praxis wird es Ihnen immer leichter fallen, in realen Situationen gelassener zu bleiben und Ihren Kopf frei zu haben für kreative Problemlösungen. 

Diese Übung stammt von Scott Noelle und kann hier im Original nachgelesen werden: http://dailygroove.net/practicing-peace

 

 

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Besuch doch mal die Bücherei

Sind Sachbücher eigentlich genauso langweilig wie Schulbücher?

Nein, keinesfalls! Im Gegenteil: Meistens sind Sachbücher sehr locker und gut lesbar geschrieben. Das liegt einerseits daran, dass diese Bücher ja auch verkauft werden sollen, andererseits wagen sich inzwischen viele Journalisten an bestimmte Themen. Und diese Journalisten haben nicht nur gelernt, gut zu recherchieren, sie schreiben auch gerne und das merkt man den Büchern an. So wird manches Thema, dass in der Schule sehr trocken rüberkommt aufeinmal richtig spannend.

Damit man aber nicht "die Katze im Sack kauft", empfiehlt es sich, in die nächste Bücherei zu gehen und dort erstmal mal zu stöbern. Hier kann man interessante Bücher mindestens 4 Wochen ausleihen und die Ausleihfrist dann auch noch einmal (oder zweimal?) verlängern lassen, sofern das Buch nicht von einem anderen Kunden vorgemerkt wurde. Die Büchereien verfügen inzwischen über eine tolle Auswahl an Büchern in den verschiedensten Sachgebieten.

Außerdem werden nicht nur Bücher, sondern auch andere Medien, wie DVDs, CDs, CD-Roms, Zeitschriften, Hörbücher usw., angeboten. Wer nicht gerne liest, kann auf diesem Weg zu Wissen kommen. Ins Internet könnt ihr hier stundenweise auch - und das umsonst! (D.h. jeder, der sich in der Bücherei registrieren lässt - und das muss man, um etwas ausleihen zu dürfen - zahlt einen Jahresbeitrag. Der ist für Schüler und Studenten nicht sehr hoch, in meiner Bücherei aktuell 15 Euro)

Benötigt man ein bestimmtes Buch, das die heimische Bücherei nicht führt, kann man es via Fernleihe bei anderen Bibliotheken angefordern - die entstehenden Kosten sind gering (1,50 Euro - das sind gerade mal die Portokosten). Fragt einfach mal das Personal in eurer Bücherei. Wenn man einmal weiß, wie es geht, kann man das Anfordern auch selber übernehmen und das gewünschte Buch via Internet von zu Hause aus bestellen. Man muss es dann nur noch in der heimischen Bücherei abholen.

Probiert es einfach mal aus, es lohnt sich, garantiert!

Hier zum Thema Bücherei ein netter Spot aus der Sesamstraße. Der Spot ist in Englisch. Wer die Sprach nicht so gut kann, für den hier eine kurze Erläuterung: das Krümelmonster möchte sich ein Buch anschauen und dazu auch ein paar Kekse haben. Die gibt es in der Bücherei natürlich nicht.

Und wie man sich in einer Bücherei korrekt verhält, zeigt Euch Mr. Bean:

 

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Eltern als Vorbild

Die folgenden Textpassagen stammen aus der Feder von Michael Mandizza und sind zu finden auf der Homepage von Touch The Future

“The running joke is – you need a license to drive a car but not to be a parent. There is good reason for this but not good enough to marginalize parents out of the continuing parent-child equation.

… We assume that children will follow and become the models they are given …

… The challenge is for individual adults model in their daily lives a quality of awareness and creative intelligence that lies outside the habitual model, and to do so in relationship with children …

… Only in this way will the next generation evolve the worldview and capacities needed to meet and solve the challenges we have placed before them. The next generation can’t do this without our example and we can’t survive the mess we have created without their help …  

(Für all jene, die der englischen Sprache nicht so mächtig sind hier eine Übersetzung der Textpassagen!)

Wir als Eltern sollten uns darum täglich fragen:  

·         Wie sieht mein Alltag mit meinen Kindern aus?

·         Bin ich mir sicher, dass mein jetziges Verhalten ein gutes Modell für meine Kinder ist?

·         Gibt es ein Verhalten, dass sie unbedingt übenehmen sollen, welches ich ihnen aber selber (bisher?) nicht vorlebe?

Auf das Thema Lernen bezogen:

o   Wann habe ich mich das letzte Mal freiwillig mit etwas Neuem befasst?

o   Wann habe ich das letzte Mal freiwillig etwas Neues gelernt?

o   Wie gehe ich mit (bisher) Unbekanntem um? (eher Abwehr oder Interesse)

Eine Aufgabe, die sicherlich viel Energie erfordert, aber genau so sicher zum Erfolg führen wird.

Denn wie sagte schon Gustav Heinemann: Kindererziehung ist überflüssig, die Kinder werden eh' wie die Eltern.

Annegret

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Was soll nur aus dir werden?!

Schulnoten sagen nichts aus über tatsächliche Fähigkeiten! Dazu eine schöne Karikatur von Klaus Stuttmann, gefunden im Blog Menschenskinder 2000

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Annegret

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Die Vorteile "aktiven" Lernens

Aus Fehlern wird man klug. (Volksmund)

Sehen Sie sich die folgende Wort-Liste einige Sekunden lang an und verwenden Sie auf jede der beiden Spalten dieselbe Zeit:

  • Meer/Brise                                                        Brot/B_tter
  • Blatt/Baum                                                        Musik/T_xt
  • süß/sauer                                                          Sch_h/Strumpf
  • Film/Star                                                           Telefon/H_rer
  • Benzin/Motor                                                    Chil_/Sauce
  • Schule/Universität                                            Bleist_ft/Papier
  • Truthahn/Füllung                                               Fluss/Sch_ff
  • Obst/Gemüse                                                   Bi_r/Wein      

Schauen Sie nun weg und versuchen Sie, sich an so viele Paare wie möglich zu erinnern.

Aus welcher Spalte haben Sie sich mehr Paare gemerkt?

Bei den meisten Menschen ist der Unterschied erheblich: Sie erinnern sich an eine weit größere Zahl der lückenhaften Paare aus der rechten Spalte. Wieso? - Wenn man sich die lückenhaften Paare ansieht, beginnt das Gehirn unwillkürlich nach den richtigen Ergänzungen zu suchen - es wird aktiv!

Eine tatsächliche Aktivität - und wenn sie nur ein paar Sekunden dauert - nützt mehr als hundertmal Zuschauen. (Robert Bjork)

Sich mit Sachverhalten aktiv auseinanderzusetzten bedeutet aber auch Fehler zu machen und dumm auszusehen. Aber auch diese Fehler machen uns letztendlich klüger.

Wir stellen uns oft vor, wir müssten eine Leistung vollkommen mühelos hinlegen können, doch so lernen wir nichts. (Robert Bjork)

Bei unserem Gehirn handelt es sich um eine lebendig Stuktur. Je mehr Impulse wir erzeugen, indem wir uns einer Herausforderung aktiv stellen, umso größer wird das Gerüst; je größer das Gerüst, desto schneller lernen wir.

Für den Unterricht (und auch generell) bedeutet das: Lassen Sie den Lerner machen! Erklären Sie nicht alles groß und breit - nichts kann die Erfahrungen des "selber tun" ersetzen. Verändern Sie Ihre Einstellung zu Fehlern. Versuchen Sie, Fehler zu lesen. Die Art der Fehler geben Ihnen wichtige Hinweise, wie weit der Lerner fortgeschritten ist. Ihre Aufgabe ist es nun, die Aufgabenstellung an dieses Niveau anzupassen, soll heißen, Aufgaben zu finden, die die Fähigkeiten des Lerners ein klein wenig übersteigen. Wenn Sie das schaffen, stellt sich ein gewaltiger Lerneffekt ein. Sie werden sehen!

Versuche wieder.Scheiter wieder.Scheiter besser. (Samuel Beckett)

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Ihr Kind gehört nicht an diese Schule!

Haben Sie diesen Satz auch schon mal an einem Elternsprechtag über sich ergehen lassen müssen? Oder:  "Ihr Kind lernt zu langsam." - " Man muss ihm oft zusätzliche Erklärungen geben!"  Wenn man dann als Elternteil fragt: "Wie sieht denn Ihr Unterricht aus?", hat man schon verloren. Aber seien Sie gewiss:

!!!Es hat mit der Methode zu tun, ob Ihr Kind lernt oder nicht!!!

Um mehr darüber zu erfahren möchte ich Sie bitten, den Text zu lesen, den Sie über diesen Link: http://birkenbihldenkt.wordpress.com/2009/09/07/perkins-1-2-3/ aufrufen.

Annegret

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School Telephone Answering Machine

School´s not out!

 

 

 

 

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